In Istanbul entwickeln, über Köln vertreiben – Das Beispiel AutoGoal

by • 13. Juli 2013 • Köln, NewsComments (0)2945

Istanbul mausert sich immer weiter zu einem IT-Innovationszentrum. Nicht zuletzt deshalb, weil die aktuelle Regierung erkannt hat, dass in der ITK-Branche ein enormer Nachholbedarf im Land herrscht. Auch der russische Google-Konkurrent sieht in Istanbul viel Potenzial und errichtet dort nun ein , in dem 50 russische und 100 türkische Ingenieure forschen und entwickeln sollen.

Nicht nur russische Unternehmen, auch ein Kölner Start-Up weiß die Vorteile der Millionen-Metropole am Bosporus zu schätzen. So sitzt das Entwicklungsteam um Gründer Kaan Sismanoglu von AutoGoal in Istanbul. Vertrieb und Marketing werden jedoch von Köln aus gesteuert. Dort sitzt auch Sismanoglu selbst.

Was macht das Kölner Start-Up?

AutoGoal LogoEs entwickelt Apps. Für IOS und Android. Das erste Produkt, das die Gründer auf den Markt gebracht haben, heißt „AutoGoal“ und ist eine Echtzeit-Autosuchmaschine, die mehrere Automarktplätze wie mobile.de oder autoscout24.de anhand eingegebener Suchkriterien absucht und den Smartphone-Besitzer in Echtzeit informiert, sobald ein Fahrzeug mit den entsprechenden Kriterien zum Kauf angeboten wird.

Die App kostet dabei sowohl im Apple AppStore als auch im Google PlayStore 1,79 €.

Das Geschäftsmodell hinter AutoGoal

Natürlich wird es schwierig, mit einmaligen 1,79 € pro Download hohe Einnahmen zu erzielen. Hierfür müsste schon eine große Masse an Nutzern generiert werden, was erfahrungsgemäß eher schwierig ist. Der Trend geht eher zu kostenlosen Apps auf den Smartphones.

Doch bietet die App gerade für Händler einen enormen Zeitvorteil. Oft geht es in dem Gewerbe um Stunden, wenn nicht um Minuten. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.

Ab August soll es daher zwei Kundengruppen und entsprechende Preise geben:

  1. Privatkunden: Diese suchen in der Regel ein bestimmtes Fahrzeug. So die Ansicht der Gründer. Sie können daher in der App eine einzige Suchanfrage anlegen und bezahlen nur einmalig die App-Kosten.
  2. Handler: Diese haben in der Regel Interesse an diversen Fahrzeugen, die bestimmte Kriterien erfüllen. Damit sie mehrere Suchanfragen anlegen können, müssen sie 1,79 € im Monat oder gleich 17,90 € gleich für ein Jahr bezahlen.

AutoGoal auf Crowdfunding-Tour

Erst gestern startete der Marketing- und Vertriebsverantwortliche Kaan eine Crowdfunding-Aktion auf der Plattform indiegogo.com. Im Gegensatz zum herkömmlichen Start-Up-Schwarmfinanzierung erhalten Funder keine Anteile auf indiegogo, sondern sogenannte Perks. Das sind Zugeständnisse seitens des Start-Ups. Das können kleine Geschenke sein, Early Bird Angebote oder auch Endprodukte zu einem vergünstigten Preis.

Das Ziel sind 50.000 €, die zur Weiterentwicklung der App und zum Marketing genutzt werden sollen. Wir sind gespannt.

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