Crowdfinanziertes Hosentaschen-Müsli aus Köln

by • 14. Oktober 2014 • NewsComments (0)3419

Ein gesunder Snack für unterwegs, der auch noch satt macht? Gar nicht so leicht zu finden – zumindest wenn man auf chemische Zusätze verzichten möchte.
Philip Kahnis und Robert Kronekker haben sich vorgenommen, gesunde Snacks in die Ladenregale zu bringen. Unter dem Namen Hafervoll stellen sie in Partnerschaft mit einer Großbäckerei Müsliriegel ohne Zucker- oder sonstige Zusätze her.

“Wir waren häufig beruflich unterwegs und haben uns immer über das ungesunde Zeug aufgeregt, welches man uns als ‘Zwischenmahlzeit’ verkaufen wollte, vor allem über die klassischen Müsli- und Energieriegel. Viele von den Dingern haben eine endlos lange Zutatenliste mit bis zu 50 verscheidenen chemischen Zusätzen. Trotzdem wird mit Naturzutaten geworben”, so Kahnis.

 

Robert Kronekker und Philip Kahnis

Robert Kronekker und Philip Kahnis

Von der Idee eines gesunden Snacks zum Mitnehmen waren die beiden so überzeugt, dass sie ihre Hafer-Riegel für eine Crowdfunding-Kampagne bei Startnext ausschrieben. Die Community bestätigte ihren Optimismus: das Ziel von 9.999 € wurde in knapp drei Monaten überschritten.

Die nach dem britischen Vorbild “Flapjack” genannten Hafer-Riegel werden bei der Herstellung nicht gepresst, wie normalerweise üblich, sondern gebacken. Das soll die Riegel saftiger machen und sich im Geschmack bemerkbar machen. Die „Flapjacks“ sind nicht nur online erhältlich, mittlerweile verkaufen auch etliche Einzelhändler in ganz Deutschland die Snacks. Händlern werden komplette Displays zur Aufstellung in den Filialen angeboten, Firmenkunden können darüber hinaus die Riegel mit einem eigenen Label bedrucken lassen.

Für die Gründer war die Entwicklung eines neuen Nahrungsmittel-Produktes kein Neuland: Fitnessfachwirt Kronekker arbeitete vor seinem Startup als Produktentwickler in der Sportnahrungsindustrie, Kahnis betreute den Vertrieb anderer Food-Startups wie true fruits.
Allerdings unterschätzten die Unternehmer den für das Marketing benötigten Aufwand – vor allem in der Phase vor dem Produktionsstart. Bei der Crowdfinanzierung sei es eine große Hürde gewesen, die Crowdfunder für ein Produkt zahlen zu lassen, welches vorher nicht probiert werden könne. Im Rückblick betrachtet würden Kahnis und Kronekker ihr Marketing strategischer angehen.

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