Startup Screener: 10 Fragen an catkin

by • 27. Oktober 2016 • Ruhrgebiet, Startup ScreenerComments (0)1891

1.) Kurz die Fakten: Wie heißt euer Startup, wann habt Ihr gegründet, wo in NRW habt Ihr Euren Hauptsitz und wie viele Mitarbeiter habt Ihr?
Catkin GmbH
Gegründet 13.05.2013
Hauptsitz: Dortmund
5 Mitarbeiter

2.) Euer Startup in einem Tweet!
Logistik 4.0. Die catkin-Plattform digitalisiert jede Lieferkette – unternehmensübergreifend – und integriert Mensch und Maschine.

3) Wie finanziert Ihr Euch?
Ein privater Investor beteiligt sich seit November 2014 mit 15%. Aber wir generieren auch bereits steigende Umsätze.

4.) Welches Problem wollt ihr mit eurem Startup lösen? Und wie macht ihr das?
Eine Lieferkette ist oft mit vielen Medienbrüchen in der Kommunikation der Beteiligten verbunden, dadurch ist die Transparenz für die Stakeholder (Industrie / Verlader) meist verbesserungswürdig. Aufgrund mangelnder Transparenz im Wertschöpfungsnetzwerk ergeben sich Kommunikationsstörungen sowie zu hohe Sicherheitsbestände. Lieferstörungen werden nicht frühzeitig erkannt, statische Systeme sind somit ein Betriebsrisiko. Um die immer dynamischer werdende Prozesse innerhalb der In-/Outboundlogistik zukünftig effizient abzuwickeln, bedarf es innovativer, unternehmensübergreifender Technologien. Das catkin-Portal vernetzt kollaborative Geschäftsprozesse jeglicher Art horizontal und vertikal. So wird eine durchgängige Transparenz innerhalb der Supply Chain gewährleistet. Alle Informationen sind in Echtzeit verfügbar, sodass Abweichungen frühzeitig identifiziert und Gegenmaßnahmen  eingeleitet werden können. catkin ermöglicht einen standardisierten Datenaustausch vom Hersteller über verschiedene Transportdienstleister bis hin zum Endkunden: Entweder werden unternehmensinterne Planungssysteme über standardisierte Schnittstellen oder die Unternehmen und mobile Mitarbeiter einfach per Web & mobile App in das System integriert.

Die vielen Vorteile:
·      Dienstleistungsaufträge erheblich effizienter und fehlerfreier abwickeln
·      Bestehende Unternehmenssoftware wird mobil
·      Prozess- und Rechnungsprüfungkosten werden reduziert
·      Ermöglicht unternehmensübergreifende Automatisierung und neue Geschäftsmodelle
·      Integriert große Industriebetriebe und kleinere Unternehmen
·      Konsolidiert Leistungsdaten untenehmensübergreifend, aus heterogenen Systemen
·      Zentrale Verfolgung von (Rolling) Assets

5.) Wie sieht euer Business-Modell aus bzw. wie verdient ihr Geld?
1. Über die kostenpflichtigen „Business Transactions“, diese entsprechen den einzelnen  erfolgreich über catkin abgewickelten Arbeitsabläufen
2. Über die Prozessberatungs- und Konfigurationsleistungen
3. Über optional benötigte Entwicklungsleistungen (z.B. Schnittstellen zu Drittsystemen – wie ERP)

6.) Was waren eure größten Erfolge bisher?
Beim Eisenbahnunternehmen TX Logistik AG wurde catkin in verschiedene Geschäftsbereiche ausgerollt (für die Vor- und Nachlaufsteuerung der LKW-Containertransporte und den operativen Bahnbetrieb – Personalleistungen). Damit wurde die methodische Digitalisierung völlig unterschiedlicher kollaborativen Prozessen erfolgreich nachgewiesen. Die catkin-Technologie ist bei TX Logistik inzwischen als zukünftiger Standard für die strukturierte.Auftragskommunikation mit Dienstleistern und Personal gesetzt. Weitere Projekte für weitere namhaften internationale Kunden in der Industrie und Logistikbranche wurden im ersten Halbjahr 2016 wurden konkret gestartet, sind aber noch nicht veröffentlichungsreif. Sonstige Referenzen sind u.a. die Speditionen Kloiber und Stöger (FERCAM).

7.) Wenn euch ein Kapitalgeber 150.000 Euro geben würde, was würdet Ihr mit dem Geld machen?
Das Geld würden wir vor allem für Demonstrationsprojekte mit Interessenten aus dem KMU-Bereich einsetzen. Somit würden schnell Praxisbeispiele erzeugt, die als Referenz für weitere Projekte in diesem Umfeld genutzt werden können. Damit würde der Einzug von Industrie 4.0 in den Mittelstand beschleunigt. Unsere Zielgruppen sind hier insbesondere Containerterminals oder -depots sowie Spediteure, Transporteure, Operateure und Verlader im Kombinierten Verkehr.

8.) Was könnt ihr anderen Startups empfehlen? Und warum?
Eine gute Idee oder Vision ist nur die halbe Miete. Danach Durchhaltevermögen, nicht entmutigen lassen und strukturiert, hart arbeiten aber dabei immer kreativ bleiben. Sehr viel diskutieren mit den Interessenten, Ideen mitnehmen und filtern, filtern…  Und dabei das branchenorientierte Netzwerken nicht vernachlässigen.

9.) NRW ist für Gründer…
1A, geografisch sowie als Wirtschafts- und Personalstandort betrachtet. Das Ruhrgebiet beheimatet einen Schatz an technisch orientiertem Personal. Pragmatische, zielgerichtete Förderprogramme sind jedoch für kleinere Unternehmen schwer zu finden. Das ist in Berlin oder Brandenburg einfacher.

10.) Kurzinfo zu den Gründern: Wer seid Ihr und was habt Ihr vorher gemacht?
Dipl.-Ing. Christian Krüger studierte Verfahrenstechnik an den technischen Universitäten Dortmund und Hamburg-Harburg. Ab 1992 war er zunächst als Berater und Projektleiter für ein internationales Consulting-Unternehmen tätig. 1998 wechselte Christian Krüger zur DB Cargo AG, wo er  in der Unternehmensentwicklung sowie im  internationalen Leistungsmanagement tätig war. Zwischen 2005 und 2008 folgte eine Station im Einkauf der Hamburger Hochbahn AG. Als Geschäftsführer der boxXpress.de GmbH prägte er anschließend über mehrere Jahre die erfolgreiche Entwicklung des privaten Eisenbahnverkehrsunternehmens. Seit 2012 agiert Christian Krüger als Unternehmensberater im Bereich Transport und Logistik mit dem Schwerpunkt Bahn. Parallel entwickelte er gemeinsam mit Geert-Jan Gorter die catkin-Idee, woraus im Jahr 2013 die catkin GmbH entstand. Seither ist er Geschäftsführer des in Dortmund ansässigen Unternehmens.

Dipl.-Phys. Geert-Jan Gorter ist seit 2004 Geschäftsführer der von ihm gegründeten proLOGiT Office & Logistics Software Development GmbH in Dortmund. Nach seinem Studium der Physik an der Universität Twente, Enschede (Niederlande), war er zuvor als selbständiger Anwendungsentwickler an zahlreichen Projekten für die Industrie sowie die Dienstleistungsbranche und die Öffentliche Hand beteiligt. Hierzu gehörten u.a. verschiedene Softwarelösungen für die Verwaltungsarbeit sowie Prozessoptimierungen. Als Projektleiter Software-Entwicklung von Thevicon verantwortete er zwischen 2000 und 2004 die Entwicklung und Integration von Software-Lösungen für die ersten neu gegründeten Privatbahnen. In 2004 machte er sich selbstständig und gründete die proLOGiT GmbH in 2008. Seit 2013 ist Geert-Jan Gorter neben seiner Funktion als CEO von proLOGiT Geschäftsführer der ebenfalls in Dortmund ansässigen catkin GmbH.

Wollt Ihr auch Euer Startup vorstellen? Dann beantwortet die 10 Fragen an Startups aus NRW.

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