Welche Idee steckt hinter Fuentum?

by • 14. Februar 2012 • KölnComments (0)2919

Wie heißt Euer Startup?

Unser Startup heißt fuentum und wir haben unseren Sitz in Köln.

Was für ein Problem der Welt da draußen wollt Ihr lösen – und wie?

Akuarela – Ad Hoc Dashboarding & Visualization – Intuitiv bedienbare Software zur Analyse von Big Data mit In-Memory-Technologie.

Informationen sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts, wertvoll und aufwendig in der Gewinnung, aber im Überfluss vorhanden. Was auf den ersten Blick wie Paradoxon erscheint, erweist sich bei genauerer Betrachtung als die Herausforderung der Zukunft. Durch ständig wachsende Rechenleistung und Vernetzung steigt die Menge der theoretisch verfügbaren, wertvollen und von Unternehmen nutzbaren Informationen stetig. In gleichem Maße wächst die Menge des produzierten Datenschutts, aus dem die einzelnen Informationen mühsam herausgearbeitet werden müssen. Der Datenberg muss demnach wegen seiner wertvollen Informationen akribisch genau und gleichzeitig aus Zeit und Kostengründen effizient und effektiv bearbeitet werden um die Informationen wirtschaftlich nutzbar zu machen. Zu diesem Zweck sind leistungsfähige, spezialisierte und bedienerfreundliche Werkzeuge unverzichtbar, die es dem Business User erlauben den Datenberg auf wertvolle Informationen untersuchen zu lassen. Akuarela vom Unternehmen fuentum ist ein solches Business Intelligence (BI) Werkzeug. Akuarela ermöglicht es, große Datenmengen zu kombinieren, zu visualisieren, zu analysieren und in Reports/Dashboards zu verpacken und zwar ad hoc durch den Business User. Vier Eckpunkte machen Akuarela zur idealen Ad Hoc Dashboarding Anwendung.

Datenquellen:

  • Daten in beliebig großer Menge einlesbar (Skalierbarkeit)
  • Zugriff auf alle Arten von Daten dank Unterstützung standardisierter Schnittstellen, wie zum Beispiel SAP, Analysis Services und Google Analytics
  • Cloud-basiert

Intuitive Bedienung (Business User orientiert, Orientierung am menschlichen Verhalten)

  • Bedienung per Drag & Drop (Kopie des kindlichen Verhaltens)
  • Suchfunktion (Schlagwortsuche)
  • Kollaboration / Social BI (Der Mensch als soziales Wesen)

Visualisierung (Charts, Landkarten, Kreuztabellen, u.v.m. implementierbar)

  • Interaktiv durch Slider und Dropdown Menus
  • Vielfältig und anspruchsvoll
  • Übersichtlich

Mobilität

  • Apps für Smartphone und Tablet-PC
  • Webanwendung für alle gängigen Browser

Herkömmliche Anwendungen haben den Nachteil, dass sie starr aufgebaut sind und so eine flexible Analyse verhindern. Bestimmte Muster in den Daten werden leicht übersehen und wichtige Entscheidungen werden nicht rechtzeitig oder gar nicht getroffen. Der Dashboard-Nutzung ist explizit ein Design- und Bereitstellungprozess vorgeschaltet. Diese Aufgabe wird in der Regel von externen Beratern oder der IT-Abteilung ausgeführt und ist dementsprechend zeit- und kostenintensiv. Bei Akuarela ist der Designprozess und auch der Bereitstellungsprozess stattdessen in den Analyseprozess integriert, so dass er praktisch ad hoc erledigt wird. Zudem wird die Gefahr von Missverständnissen bei der Definition der Informationsstruktur der Dashboards deutlich reduziert, da auf möglicherweise fachlich weniger informierte Programmierer verzichtet werden kann. Anders als bei traditionell verwendeten Werkzeugen wird mit Akuarela der Informationskonsument (Business User) gleichzeitig zum Informationsbereitsteller (Self Service Business Intelligence). Dem Konsumenten wird nicht eine starre Informationsstruktur durch den Bereitsteller vorgegeben, sondern vielmehr selber eine flexible Anpassung an seine eigenen Anwenderbedürfnisse durch eine intuitiv und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche gestattet. Diese Vorgehensweise kombiniert Akuarela mit der innovativen Möglichkeit anspruchsvolle Visualisierungen bereits während der Auswertung zu erstellen. Visualisierung und Auswertung der Informationen verschmelzen so zu einem Analyseprozess mittels einer schrittweisen Chart-Erstellung und Entscheidungsfindung. Diese Kombination aus Self Service Business Intelligence und Ad Hoc Analyse machen Akuarela zu einem einzigartigen (Self Service) Business Intelligence Werkzeug. Vor dem Hintergrund der vier Eckpunkte bedeutet das zusammengefasst:
Akuarela vereinfacht nicht nur im Kern die Informationsgewinnung bzgl. Technik und Bedienbarkeit, sondern auch die Möglichkeit

  • zu jeder Zeit (Nutzung aller Datenquellen; Cloud)
  • an jedem Ort (Mobilität)
  • mit allen dafür notwendigen Personen (Social BI)
  • ohne spezielle IT-Kenntnisse (intuitiv und Business User orientiert)

Informationen zu gewinnen, wichtige Entscheidungen zu treffen und Zeit und Kosten zu sparen.

Womit wollt Ihr Geld verdienen? Wie sieht Euer Business Modell aus?

Den Kern des gegründeten Unternehmens stellt die Software Akuarela dar, deren Vertrieb und Weiterentwicklung im Zentrum der Geschäftstätigkeit steht.

Da mit Akuarela ein Nischenmarkt besetzt wird, tritt fuentum als Spezialist auf. Unsere innovative Softwarelösung Akuarela ist unser größter Erfolgsfaktor. Sie verspricht nicht nur einen enormen Mehrwert für Unternehmen, sondern senkt dazu noch Kosten durch Schnelligkeit, geringere Einarbeitungszeit und höhere Qualität auch in technischer Hinsicht. Bei einem marktüblichen Preis versprechen also besonders der moderne Technologie- und Denkansatz sowie der innovative und Business-User-orientierte Lösungsansatz großen Erfolg. Dies hat das Team von fuentum verinnerlicht und will bisherige starre Denkansätze und etablierte Prozesse revolutionieren. Als Start-up-Unternehmen besitzt das Team von fuentum ausreichend Flexibilität um auf Kundenwünsche schnell und passgenau zu reagieren. Eine abgestimmte Weiterentwicklung ist möglich und für viele potentielle Kunden reizvoll. Sogenannte „Wechselkosten“ um auf Akuarela als Software umzustellen oder damit seine BI-Landschaft zu ergänzen fallen nur im geringen Maße bis überhaupt nicht an. Akuarela wird von allen gängigen Systemen unterstützt bzw. kann ohne großen Aufwand angepasst werden.

Aus technischer Sicht soll Akuarela in drei Jahren voll ausgereift sein und mit einer Desktop-, Tablet- und Smartphone-Anwendung auf verschiedenen Betriebssystemen sowie als Web-Anwendung für alle gängigen Browser (Chrome, Firefox, Explorer, Safari, Opera) am Markt etabliert sein. Es wird auch der Aufbau einer Solution-Abteilung angestrebt. Deren Tätigkeit ist die Betreuung und Konzepterarbeitung im Rahmen einer kostenpflichtig abgestimmten Weiterentwicklung. Daher stellt fuentum im Kern kein Beratungsunternehmen dar. Der Solution-Bereich soll verstärkt als Marketinginstrument und Instrument zur Kundenbindung genutzt werden, um immer genau auf die Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Außerdem wird der Aufbau eines Plug-in-Marketplace bzw. einer Plug-in-Entwicklungsplattform für eigene und fremde Entwicklungen angestrebt. Hier werden Erweiterungen zu bestehenden (mobilen) Anwendungen angeboten und entwickelt.

Was ist Euer dringendstes Problem – wodurch könnten Euch andere helfen?

Zurzeit sind wir auf der Suche nach studentischen Hilfskräfte. Wir können im Moment leider nicht viel bezahlen, aber dafür erhält jeder einen Einblick in eine junges Unternehmen mit allen Schwierigkeiten, Problemen und Erfolgserlebnissen, die damit verbunden sind. Jeder Tag ist spannend und man lernt jeden Tag mehr dazu.

Primär sind wir natürlich auf der Suche nach Kunden. Jeder Interessierte kann mit uns in Kontakt treten. Empfehlt uns weiter!

Was könnt Ihr anderen Startups empfehlen?

Für uns war und ist das EXIST-Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministerium sehr hilfreich. Man erhält nicht nur für das erste Jahr Fördermittel, aufgeteilt in Sachmittel, Coaching-Mittel und persönliches „Gehalt“, sondern auch einen erfahrenen Coach an die Seite gestellt, der einem mit Rat und Tat hilft. Außerdem wird man im Rahmen der Mentorenschaft von einer Uni bzw. einem Lehrstuhl betreut, den man selber auswählen kann. Das öffnete uns so manche Tür zu möglichen Investoren, Kunden und studentischen Mitarbeitern.

Wir können nur jedem Startup empfehlen sich frühzeitig um Fördermittel zu kümmern. Es gibt in Deutschland viele Fördertöpfe, die nur angezapft werden wollen. Man sollte jede auch noch nur so kleine Möglichkeit nutzen mit Menschen in Kontakt zu kommen. Man weiß nie welche Tür sich öffnet.

Kurzinfo zu den Gründern: Wer seid Ihr und was habt Ihr vorher gemacht?

Das Gründerteam besteht aus Dipl.-Inform. Christoph Außem, Dipl.-Kfm. Thilo Burucker und Dipl.-Kfm. Oliver Rudolph. Jeder der Gründer hat bereits Erfahrungen bzgl. Datenverarbeitung und bringt zudem weitere wertvolle Kompetenzen mit in das Team ein.

Christoph Außem besitzt neben technischem Know-How aus dem Studium der Informatik und den Erfahrungen aus der Entwicklung Akuarelas ebenfalls Erfahrung im Bereich der Unternehmensgründung und -führung. So gründete er im Jahr 2008 mit zwei Kommilitonen die yaico UG, eine studentische Unternehmensberatung, die erfolgreich ein Softwareprojekt für die Congstar GmbH sowie die Web-Auktionsplattform 321motors.de umsetzte. Er konnte bereits Erfahrungen in zahlreichen Softwareprojekten sammeln und hat zudem den Prototypen zu Akuarela entwickelt.
Thilo Burucker qualifiziert sich durch sein erworbenes Wissen aus seinem Studium mit den Schwerpunkten Marketing/Marktforschung/Vertrieb und Controlling und insbesondere durch seine Tätigkeit bei einem Marktforschungsinstitut, wobei er erhebliche Zeit mit Datenvisualisierungsarbeiten verbrachte. Zudem besitzt er Erfahrungen im Vertrieb. Seine praxisorientierte Diplomarbeit ist in diesem Zusammenhang gesondert zu erwähnen, da sich diese mit der Entwicklung eines Kennzahlensystems aus einem bestehendem Data Warehouse und dessen Darstellung inkl. der Prüfung auf Signifikanz befasste. Nach seinem Studium arbeitet er erfolgreich als Mitarbeiter in der neu formierten Marktforschungsabteilung eines Dienstleisters.

Oliver Rudolph spezialisierte sich in seinem BWL-Studium auf die Schwerpunkte Wirtschaftsinformatik und Marketing. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit der Umsetzung eines Data Warehouses für den Rettungsdienst der Düsseldorfer Feuerwehr. Dabei konnte er schon einige praktische Erfahrungen im Bereich Informationsbedarfsanalyse, visuelle Datenanalyse und Reporting beim Umgang mit SQL Server 2008 sammeln. Seine Studienschwerpunkte vereinfachen eine Arbeit an der Schnittstelle zwischen Software-Entwicklung und Vertrieb.

Wissenschaftliche Unterstützung wird das Gründerteam insbesondere durch zwei Lehrstühle erhalten. Zum einen konnten Prof. Michael Bastian und Dr. Wilhelm Schwieren vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Operations Research der RWTH Aachen als Unterstützer im Hinblick auf technische Aspekte überzeugt werden. Zum anderen konnte der Lehrstuhl Wirtschaftswissenschaften für Ingenieure und Naturwissenschaftler (WIN) für die Rolle einer Mentorenschaft im Rahmen des Exist-Förderprogramms gewonnen werden. Das Gründerteam hat mit beiden Lehrstühlen bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. So hat Oliver Rudolph erfolgreich seine Diplomarbeit am Lehrstuhl von Prof. Bastian angefertigt und Christoph Außem wurde bereits im Rahmen seines früheren Projektes yaico vom WIN-Lehrstuhl betreut. Das Gründerteam ist daher überzeugt, hier eine hervorragende Unterstützung sowohl im fachlichen als auch im unternehmerischen Bereich gefunden zu haben. Praktische unterstützt wird das Team von Dr. Richard Geibel. Der Geschäftsführer des Entrepreneur Center Köln sowie der Vorsitzende des BIFOA Förderverein e.V. besitzt langjährige Erfahrung als Gründer-Coach und Unternehmensberater. Weiter wird er den Vorsitz des Beirats von fuentum übernehmen. Mittelfristig ist außerdem ein wissenschaftliches Kuratorium geplant um den Anschluss an die Wissenschaft zu gewährleisten.

Für den Bereich Software-Entwicklung und Projektmanagement wird zunächst Christoph Außem zuständig sein. Er besitzt die nötige Expertise und Erfahrung um alle Aspekte dieser Bereiche abzudecken. Thilo Burucker qualifiziert durch sein Studium und bisherige Tätigkeit für die Bereiche Marketing, Vertrieb und Kommunikation und bringt das notwendige technische Know-how mit. Oliver Rudolph agiert als Bindeglied zwischen Entwicklung und Vertrieb. Durch sein Studium der BWL mit der Ausrichtung Wirtschaftsinformatik ist er die optimale Besetzung für diese Position und unterstützt jeden Bereich je nach Projektphase. Des Weiteren wird ihm der Bereich Finanzen zugeordnet. Alle drei Gesellschafter füllen die Funktion des Geschäftsführers aus und sind bei allen Entscheidungen gleichberechtigt.

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Hinweis: Wenn Ihr Euer Startup auch auf NRW-Startups.de präsentieren wollt, dann beantwortet einfach die fünf Fragen für Startups aus NRW.

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